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+++Waldbesetzer*innen aus dem Langener Bannwald stören den Ironman Frankfurt+++
Frankfurt am Main 28.6,
Waldbesetzer*innen aus dem Langner Bannwald kletterten auf den Brückenbogen des Eisernen Stegs in unmittelbarer Nähe vom Zeil des Ironman Frankfurt und hängten Transparente mit der Aufschrift “Bäume statt Hitze Waldzerstörung in Langen Stoppt Sehring Banny bleibt” und “Rise up against Genocide, Free Palestine” auf. Mit der Aktion stellen sich die Aktivistinnen gegen den Wassernotstand.
Arthur, einer der Aktivisten, hebt hervor: “Verantwortlich für unseren Wassernotstand ist Sehring. Dass sich dieses Unternehmen mit seiner Umweltzerstörung eine goldene Nase verdient und mit seinem Schwimmbad nun den Veranstaltungsort für den Ironman stellt und sich damit als familienfreundlich präsentiert, ist zynisch und scheinheilig.”
Die Aktivist*innen weisen auf die Missstände des Klimawandels hin, der nachweislich auch auf die Umweltzerstörung durch Unternehmen wie Sehring zurückzuführen ist.
Während in Offenbach und im Kreis Offenbach der Wassernotstand ausgerufen wurde und es zu Ausfällen des Trinkwassers kommen kann, rodet Sehring groẞe Teile des Langener Bannwalds und baggert so tief nach Kies und Sand, dass der Grundwasserspiegel weiter sinkt.
Arthur äußert Unverständnis auch zur Kommunikation der Stadt: ,,Wir fragen die Stadt: weshalb werden Privathaushalte zur verantwortlichen Nutzung von Trinkwasser aufgerufen, während Sehring fleißig weiter baggert? Das ist für uns nicht hinnehmbar!”
Wichtig ist den Aktivist*innen außerdem, darauf aufmerksam zu machen, dass nicht nur in Deutschland Wassernotstand herrscht, sondern andere Weltregionen noch deutlich stärker betroffen sind. Ursache dafür sind neben der Klimakrise auch politische Entscheidungen. Anprangern wollen die Aktivistinnen insbesondere den Genozid in Gaza, in dem die seit drei Jahren andauernden humanitären Krisen Folge von bewussten Entscheidungen in der Kriegsführung sind. Neben Wasser fehlt es dort auch an anderen grundlegenden Ressourcen wie Nahrung und medizinischer Versorgung. Versuche, diese in die betroffenen Gebiete zu transportieren, werden regelmäßig vom israelischen Militär verhindert.

Pressemitteilung vom 19.05.2026
Langener Bannwald erneut besetzt. Aktivist*innen fordern endgültigen Rodungsstopp
Langen, 19. Mai 2026. Heute haben Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung zum zweiten Mal den Bannwald im südhessischen Langen mit einer Aktion zivilen Ungehorsams besetzt. Dabei wurden mehrere Plattformen in die Bäume gebaut und Banner aufgehängt.
Mit der Aktion stellen sich die Aktivist*innen gegen die geplante Rodung des geschützten Waldes für den Abbau von Sand und Kies durch das Unternehmen Sehring. 43 Hektar Bannwald wurden in Langen bereits gerodet und ausgekiest, 21 Hektar sollen noch folgen.
„Wie kann es eigentlich sein, das in Zeiten, in denen uns die Klimakrise so bewusst ist wie noch nie, wir so respektlos mit unser Umwelt umgehen? erklärt Arthur aus der Waldbesetzung.
Der geplante Abbau von Sand und Kies unterhalb des Bannwalds würde die Zerstörung einer wertvollen Schutzfläche bedeuten und hätte weitreichende Folgen. Der Langener Bannwald wurde 1996 wegen seiner Schutz-, Klima- und Erholungsfunktionen ausgezeichnet: Er stabilisiert das Stadtklima, verbessert Wasser- und Lufthaushalt, bietet Naherholung und dient als wertvolle CO2-Senke. Die Entstehung eines solchen Ökosystems dauert viele Jahrzehnte, manchmal weit über 100 Jahre.
Bereits Mitte 2024 hielten Aktivist*innen den angrenzende Waldabschnitt besetzt. Ende 2025 wurde der Wald schließlich von einem Polizei-Großaufgebot geräumt und kurze Zeit später von Sehring dem Erdboden gleich gemacht.
„Solche Rodungen sind der Brandbeschleuniger der Klimakrise.“ sagt Arthur.
Schon Ende nächsten Jahres soll der nächste Waldabschnitt der Erweiterung der Kiesgrube zum Opfer fallen. Genau dieser Abschnitt wurde nun besetzt. Die Aktivist*innen fordern: Wald statt Kies. Der Abbau von Kies- oder Sand unterhalb des Bannwalds ist sofort zu stoppen und der bestehende Schutzstatus ausnahmslos zu respektieren.
Die neue Waldbesetzung befindet sich zwischen der Stadt Langen und dem Langener Waldsee, unmittelbar neben dem zuletzt besetzten und mittlerweile gerordeten Abschnitt (Koordinaten 50.006083, 8.631806).